Jubiläumsfest 2015

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 Zeitungsberichte zum 50 jährigen Jubiläum

Jung geblieben: die Trachtenkapelle Bieberehen besteht zwar seit 50 Jahren, hat aber ein Durchschnittsalter von 19 Jahren.

Foto: Marco Fuchs

Ein Ständchen zum Geburtstag: Nach dem Festzug spielten alle teilnehmenden Musikkapellen gemeinsam zu Ehren der Bieberehrener Trachtenkapelle.

Foto: Marco Fuchs

BIEBEREHREN

Trachtenkapelle feiert ihren 50. Geburtstag

Eine Dorfkapelle mit einem Durchschnittsalter von 19 Jahren. Der ein oder andere mag sich da verwundert die Augen reiben, dominiert in vielen Kapellen auf dem Land doch eher die ältere Fraktion. Doch in Bieberehren hat der Musikverein das Kunststück vollbracht, seit 2007 fast den kompletten Dorfnachwuchs für die Musik zu begeistern. 50 Jahre nach ihrer Gründung besteht die Trachtenkapelle praktisch nur noch aus Jugendlichen.

Die offizielle Geschichte der Kapelle beginnt im Jahr 1965, tatsächlich reicht die Tradition des gemeinsamen Musizierens wohl weit bis ins 19. Jahrhundert hinein. „So lange man denken kann, gab es in Bieberehren Blasmusik“, heißt es in der Festschrift. Bis zum zweiten Weltkrieg trafen sich die Musiker abwechselnd zu Hause in der Wohnstube, um zu proben. Nach den schweren Kriegsjahren fand man schließlich eine Heimat im Gasthaus Adler. Nachdem sich die Erkenntnis durchgesetzt hatte, dass die gesellschaftlichen und kulturellen Aufgaben unter einer gewählten Führung besser zu bewältigen waren, wurde 1965 schließlich die Gründung eines Vereins initiiert, der damals 24 aktive Musiker umfasste. In neuer Tracht präsentierte sich die Kapelle erstmals 1973 und wurde fortan als „Trachtenkapelle Bieberehren“ geführt. 1978 trat mit Irene Deppisch die erste Frau der Trachtenkapelle bei. Daraufhin wollte der Chronist bemerkt haben, dass die Junggesellen wieder regelmäßiger und pünktlicher zu den Proben erschienen sind. 1982 erfüllte sich der schon länger gehegte Wunsch nach einem neuen Domizil für die Trachtenkapelle. In der ehemaligen Schule entstand das „Haus der Vereine“, in dem die Trachtenkapelle bis heute ihre Heimstätte hat. 1983 verewigte man sich auf der Schallplatte „Musikalische Grüße aus dem Landkreis Würzburg“ mit einer Polka. Auf Einladung von Barbara Stamm besuchte die Trachtenkapelle 1986 den bayerischen Landtag und spielte zum Auftakt der Plenarsitzung ein Ständchen. Ein Jahr später wurde mit der Umbenennung zum Taubertal-Express ein ganz neues Kapitel aufgeschlagen. Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Fortan trat man in Lederhosen auf und machte sich als Stimmungskapelle weit über die Grenzen des Landkreises hinaus einen Namen. Über 40 Auftritte wurden im Jahr absolviert, die Dorfmusiker waren europaweit unterwegs.

Parallel dazu wurde im Jahr 1992 die erste Jugendkapelle gegründet, die fast 30 Mitglieder zählte. Während den Musikern des Taubertal-Express durch die vielen Auftritte einiges abverlangt wurde, übernahm der Nachwuchs immer öfter die innerörtlichen Verpflichtungen wie Prozessionen und Ständchen. Der absolute Höhepunkt der Vereinsgeschichte wurde 1996 erreicht: Ein Auftritt des Taubertal-Express in Florida am Strand von St. Pete. Die ursprüngliche Jugendkapelle wurde vier Jahre später schließlich auch namentlich zu dem gemacht, was sie durch die zahlreichen Auftritte im Dorf längst geworden war: Der Nachfolger der vormaligen Trachtenkapelle. Als Meilenstein für die Kapelle hat sich die Gründung der ersten Bläserklasse 2007 erwiesen. „Die Bläserklasse war eine tolle Chance für uns“, erzählt der 1. Vorsitzende Christoph Sieber.

38 Kinder wurden ausgebildet, 30 von Ihnen kamen schließlich in die Trachtenkapelle. Sie sind der Grund dafür, warum Bieberehren heute auf die wahrscheinlich jüngste Dorfkapelle des Ochsenfurter Gaus zählen kann. „Am Anfang waren wir uns etwas unsicher, ob der Beitritt und die Integration von 30 Jugendlichen so schnell gelingen kann“, gesteht Sieber. Doch wenn er heute von „seinen“ Jugendlichen erzählt, ist er sichtlich stolz. „Auch bei nichtmusikalischen Dingen, wie bei der Organisation des Festwochenendes kann ich mich zu 100 Prozent auf sie verlassen.“ Die Auftritte der Trachtenkapelle muten heute auch deutlich moderner an, als ihr Name das vermuten lassen würde. Das alljährliche Sommerkonzert findet zum Beispiel unter ständig wechselnden Mottos statt. „Film ab“, hieß es letztes Jahr. Die Musiker erschienen in Abendkleid und Smoking, gespielt wurde bekannte Filmmusik. Die klassische Fränkische Bratwurst musste dem amerikanischen Burger weichen. Tradition hin oder her: Mit Märschen und Polkas allein begeistert man eben keinen Nachwuchs.

Quelle: © Main-Post 2015 - Mitarbeiter Marco Fuchs

Pfarrer spielte Tuba

Foto: Hans-Peter Zobel

Bieberehren. Er ist zwar schon seit knapp einem Jahr in Betrieb, doch die offizielle Einweihung des neuen Bauhofes von Bieberehren fand erst an diesem Wochenende im Rahmen des 50-Jahr-Jubiläums der Trachtenkapelle Bieberehren statt. Pfarrer Gerhard Hanft bezeichnete es als "eine außergewöhnliche Stelle für eine Sonntagsgottesdienst", bevor er der 430 Quadratmeter großen und knapp über 300 000 Euro teuren Stahlbauhalle den Segen Gottes für den Bauhof erteilte.

Da der Festgottesdienst in der neuen Halle mit Photovoltaikanlage und Wärmepumpe auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände auch im Rahmen des Musikjubiläums stattfand, ging der Pfarrer auch auf die Musik ein und erklärte, wie Musik nicht nur den Menschen, sondern auch die Welt verändern kann. "Wer singt, betet zweimal", stellte er fest, nahm selbst eine Tuba zur Hand und spielte zur Begeisterung der Zuhörer in der "Gotteshalle" selbst einen Marsch, dass sogar die Musikkapelle Aufstetten, die den Gottesdienst musikalisch begleitete, applaudierte. brun

Quelle: © Fränkische Nachrichten, Dienstag, 09.06.2015


Festprogramm zum Jubiläumsfest

 

Die Trachtenkapelle Bieberehren im Jubiläumsjahr 2015

 

Der Festausschuss für unser Jubiläumsfest 2015

v.l. oben
Getränke und Bar: Carolin und Heiko - Kaffe und Kuchen: Miriam - Festumzug: Hubert - Marketing und Festschrift: Fabienne - Spülen, Geschirr und Service: Susanne - Aufbau und Festhalle: Markus - Kasse: Tobias - Essen: Tanja und Christian (fehlt auf dem Bild) - Jugendleiterin: Lena - Organisation: Heiko und Christoph - Fotos: Hans-Peter - Festschrift: Jette (fehlt auf dem Bild)

 

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