Jugend

Die Jugendarbeit im Verein

Dass man das Fortbestehen des Vereins durch Nachwuchsarbeit sichern muss, erkannte man in der Trachtenkapelle Gott sei Dank sehr früh. So richtete Dirigent Totzer bereits in der Generalversammlung 1966 einen Appell an die Mitglieder, daheim in den Familien für neue Musiker zu werben, besonders im Bereich Holzblasinstrumente. Die ersten vier Nachwuchsmusiker verstärkten die Kapelle dann bereits ab 1970. Mit großem Einsatz wurde die Ausbildung von weiterem Nachwuchs vorangetrieben und so präsentierte sich im Jahr 1977 zu ersten Mal die Jugendkapelle den begeisterten Mitgliedern bei der Generalversammlung.

Bereits 1980 trat die Jugendkapelle selbstständig auf und nahm u.a. auch an Wertungsspielen teil. In Folgejahren bildete man immer wieder einzelne Instrumentalisten aus, die Ausbildung übernahm Dirigent Werner Totzer. Anfang der Neunziger Jahre rührte man dann abermals die Werbetommel, um geeigneten Nachwuchs zu rekrutieren. Die Ausbildung übernahmen engagierte Musiker des Vereins unter Federführung von Hans-Peter Zobel. Den ersten Auftritt absolvierte die neue Jugendkapelle 1992 beim weihnachtlichen Vorspiel im Altenheim Carolinum Bad Mergentheim.

1933 fand erstmals dein Vorspiel-Nachmittag statt, bei dem die Jungmusiker die Möglichkeit hatten, ihr Können unter Beweis stellen. Auf die Qualität der Ausbildung legte der Dirigent Hans-Peter Zobel immer großen Wert, es fand neben der praktischen Ausbildung auch Theorieunterricht statt. Außerdem motivierte er immer wieder Jungmusiker, sich der D1- und D2- Leistungsprüfung zu stellen, sodass beinahe jährliche Teilnehmer zu den entsprechenden Lehrgängen entsandt werden konnten und die Jugendkapelle ein entsprechender Leistungsniveau hatte. Für die Jungen und Mädchen fand in den folgenden Jahren unter dem rührigen Jugendleiter Jürgen Blau immer wieder auch Ausflüge, Grillabende, Weihnachtsfeiern und Ferienprogramm statt, was den Zusammenhalt stärkte und die Kinder an den Verein band.

1998 wurde erstmals die musikalische Früherziehung initiiert. Dort werden Jungen und Mädchen ab vier Jahren an die Musik herangeführt. Für Kinder ab der ersten Klasse wird eine Blockflötengruppe angeboten. In den folgenden Jahren wurde der einmal jährlich stattfindende Vorspielnachmittag zum Bestandteil im Terminkalender, auf den die in Ausbildung stehenden Jungen und Mädchen mit großer Motivation hinfieberten. Seit einigen Jahren findet er unter dem Motto „Young & Talented“ immer am Sonntag nach dem Sommerkonzert der Trachtenkapelle statt und ist auf Grund des Rahmenprogramms ein wahrer Publikumsmagnet. Ob musikalische Früherziehung, Flötengruppe, Einzelschüler, Bläserklasse, jeder hat hier die Möglichkeit, sich auf der „richtigen“ Bühne zu präsentieren und kann sich anschließend auf der Hüpfburg oder beim Kinderschminken von der Aufregung erholen.

Auch Jungmusiker werden erwachsen und so setzt die bestehende Jugendkapelle ihr Engagement Anfang der 2000er als Trachtenkapelle fort. Die Ausbildung wurde jedoch keineswegs vernachlässigt. Mittlerweile hatte Markus Körner den Posten des Jugendleiters übernommen, was sich in den folgenden Jahren als Glücksgriff für die Jugendarbeit erweisen soll. Nach wie vor wurden Schüler an diveren Instrumenten ausgebildet, auch bestanden die musikalische Früherziehung und die Flötengruppen weiter. Da jedoch aktuell keine Jugendkapelle bestand, in der die Einzelschüler das Zusammenspielen üben konnten, wurde ab dem Jahr 2004 mit der Bläserklasse Baldersheim zusammengearbeitet.

Unter Federführung von Markus Körner und Hans-Peter Zobel wurde im Jahr 2007 eine eigene Bläserklasse ins Leben gerufen, in der auf Anhieb 37 Kinder gefunden wurden, die ein Instrument erlernen wollten. Hierbei standen nicht nur das Musizieren, sondern auch diverse gemeinsame Unternehmungen bis hin zum mehrtägigen Zeltlager im Vordergrund. Seit dem Jahr 2012 verstärkt eine große Anzahl dieser Schüler die Trachtenkapelle. Die Kapelle wuchs dadurch auf fast 50 aktive Musiker. Die Trachtenkapelle hatte durch diese Fusion ein Durchschnittsalter von 17 Jahren! Aktuell besteht keiner Bläserklasse, sondern man nutzt die gute Zusammenarbeit mit der Grundschule Röttingen. Die Interessierten Kinder werden hier zusammen mit Kindern aus anderen Orten ausgebildet, um anschließend nach zwei bis drei Jahren in den Kapellen des jeweiligen Wohnortes weiter zu musizieren.


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